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Christina Leonhardt
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Schulen

Die von uns finanzierten Schulgebäude entsprechen den Child-Friendly-School-Standards der Vereinten Nationen, die vom ruandischen Bildungsministerium als Schulbaustandards übernommen wurden. Wir errichten die Klassenräume nach den Bauvorgaben der UN, in denen zum Beispiel Mindestmaße für Raumgrößen, Fensterflächen und Materialvorgaben festgelegt wurden, die ein gutes Raumklima und eine ausreichende Beleuchtung und Belüftung der Säle ermöglichen und allgemein die Voraussetzung für eine sichere und freundliche Lern- und Lehrumgebung für Lehrer und Schulkinder garantieren. Wir finanzieren nicht nur die Gebäude und die Ausstattung, sondern unterstützen die Schulen auch danach bei ihrer Entwicklung, zum Beispiel durch Unterrichtsmaterial.

Ecole Primaire Karama

Die Ecole Primaire Karama liegt in der Südprovinz Ruandas, im Distrikt Gisagara, süd-östlich in Richtung der burundischen Grenze. Die Schule ist eine kleine, ländlich gelegene Grundschule. Gegründet im Jahr 1980 von der katholischen Kirche und 1983 vom ruandischen Bildungsministerium MINEDUC anerkannt, besuchen heute ca. 1.170 Kinder, von denen einige Kinder Waisen sind, die Ecole Primaire Karama. Der Unterricht wird von 11 Lehrkräften geleitet.

Die Schule hat 14 Klassenräume, davon sind nur acht Räume in einem guten Zustand und gefahrlos nutzbar. Von diesen acht Klassen entsprechen nur zwei vom Distrikt neugebaute Räume den Child-Friendly-School-Standards der Vereinten Nationen. Für die gesamte Schülerzahl stehen 20 Latrinenkabinen zur Verfügung.

Vier Klassenräume in Karama befinden sich in einem älteren Gebäude, welches noch in Lehmziegelbauweise errichtet wurde. Die Räume sind klein und dunkel. Die Fenster mit Holzläden ermöglichen auch in geöffnetem Zustand keine ausreichende Belichtung. Der alte Stampf-Lehmboden und der bröckelnde Verputz machen die Luft staubig. Die vier Klassenräume können kaum noch benutzt werden. Die marode Bausubstanz stelle eine Gefährdung für Kinder und Lehrpersonal dar, denn das schwere Ziegeldach auf dem einfachen Dachtragwerk aus Rundholz, ist undicht und droht einzustürzen. In Karama mangelt es zusätzlich an Schulmöbeln, wie Schulbänken und Bücherregalen, um Unterrichtsmaterialien aufbewahren zu können. Es gibt nur 156 Schulbänke, rein rechnerisch teilen sich 7.5 Schüler eine Bank.

2018: Bau von drei neuen Klassenräumen inkl. Ausstattung und Errichtung einer Regenwasserzisterne

Fördersumme: 31.122 Euro (gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz)


Zusammen mit den Verantwortlichen der Schule wurden der Bau von drei Klassenräumen und die Installation einer Regenwasserzisterne vorgeschlagen. Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen für die jungen Schülerinnen und Schüler und die Verbesserung der Lernbedingungen. Die Schaffung neuer Schulinfrastruktur solle den angestrebten Wechsel der Grundschule zur „9-years-basic-education“ erleichtern und ermöglichen, um in Karama das zusätzliche Bildungsangebot der weiterführenden Klassen anzubieten. Ein Schulwechsel nach der sechsten Klasse an eine weiter entfernt liegende Schule ist dann nicht mehr erforderlich.
Die Schule wird, zusammen mit der Elterngemeinschaft, den Abriss des alten Lehmziegelbaus organisieren und an gleicher Stelle das Baugelände für den Neubau vorbereiten.
Über die Bauabteilung des Koordinationsbüros in Kigali werden die Bauumsetzung nach einem beschränkten Ausschreibungsverfahren an eine lokale Baufirma vergeben und die einzelnen Bauabschnitte kontrolliert und dokumentiert. Eine Zisterne mit 10 m³ fängt abfließendes Regenwasser der Dachflächen auf und stellt es als Brauchwasser bereit. Damit wird auch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert abfließt, wodurch Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten entstehen können.

Ecole Primaire Muyira

Die Ecole Primaire Muyira befindet sich in der Südprovinz Ruanda in dem Distrikt Gisagara. Die Schule wurde im Jahr 1952 von der katholischen Kirche gegründet und 1967 vom ruandischen Bildungsministerium MINEDUC anerkannt. Heute besuchen ca. 1.185 Kinder, von den einige Kinder Waisen sind, die Ecole Prmaire Muyira. Der Unterricht wird von 12 Lehrkräften geleitet. 

Die Schule hat ein sehr großes Einzugsgebiet. Sie bietet den vom ruandischen Staat vorgegebenen Unterricht der ersten sechs Klassenan. Generell findet der Unterricht der Primarstufe in zwei Tagesschichten - am Vor- und am Nachmittag - statt. Die Klassengrößen liegen trotzdem oft bei 50 Kindern pro Klasse.

Es besteht Schulpflicht und der Besuch der Grundschule ist frei von Schulgebühren. Die Schule würde gern mehr Schüler aufnehmen. Ausreichend Klassenräume für die ständig steigende Schülerzahl sind allerdings nicht vorhanden. Dazu soll auch die Grundschule in Muyira das Unterrichtsangebot auf „9-years-basic-education“ erweitern. Die Bereitstellung zusätzlicher Infrastruktur wird damit dringend erforderlich.

2017: Bau von drei neuen Klassenräumen inkl. Ausstattung und Errichtungeiner Regenwasserzisterne 


Fördersumme: 29.702 Euro (gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz)


Die Schule besteht aus sechs Gebäuden mit insgesamt 22 Klassenräumen. Nur ein Gebäude mit drei Klassen entspricht den Child-Friendly-School-Standards und den heutigen Bauvorgaben des ruandischen Bildungsministeriums. Der Bau in Zementblock-Bauweisewurde vom Distrikt Gisagara finanziell unterstützt. Die restliche Infrastruktur in Muyira ist älter, in Ziegelbauweise oder aus Lehmziegeln gebaut und alle Gebäude sind zumindest renovierungsbedürftig. 


Zwei Gebäude mit sechs Klassen in Lehmziegelbauweise sollen abgerissen werden, da sie kaum noch für den Unterricht zu nutzen sind. Die Klassen sind klein und dunkel. Die Fenster mit Holzläden ermöglichen auch in geöffnetem Zustand keine gute Belichtung. Die Ziegel-Dachdeckung auf den unbearbeiteten Holz-Dachträgern ist undicht. Ein dringendes Regenwasser hat Schulmöbel und den abgenutzten Betonboden weiter beschädigt. Nur 12 Klassenräume bieten eine gute Lernumgebung für die über 1.100 SchülerInnen. Für die gesamte Schülerzahl stehen in Muyira 24 Latrinenkabinen zur Verfügung, deren Zustand mangelhaft ist. Zusammen mit den Verantwortlichen der Schule wurden der Bau von drei Klassenräumen und die Installation einer Regenwasserzisterne vorgeschlagen. 


Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen für die jungen Schülerinnen und Schüler und die Verbesserung der Lehrbedingungen. Die Schaffung neuer Schul-Infrastruktur kann den angestrebten Wechsel der Grundschule zur „9-years-basic-education“ erleichtern und ermöglichen, in Muyira das zusätzliche Bildungsangebot der weiterführenden Klassen anzubieten. Die Schule wird, zusammen mit der Elterngemeinschaft, den Abriss des alten Lehmziegelbaus organisieren und an gleicher Stelle das Baugelände für den Neubau vorbereiten.


Über die Bauabteilung des Koordinationsbüros in Kigali werden die Bauumsetzung nach einem beschränkten Ausschreibungsverfahren an eine lokale Baufirma vergeben und die einzelnen Bauabschnitte kontrolliert und dokumentiert. Eine Zisterne mit 10 m³ fängt abfließendes Regenwasser der Dachflächen auf und stellt es als Brauchwasser bereit. Damit wird auch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert abfließt, wodurch Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten entstehen können.

Groupe Scolaire Janja

Die Schule Groupe Scolaire Janja wurde im Jahre 1954 von der katholischen Kirche erbaut und befindet sich im Süden Ruandas im Distrikt Gisagara, in einer ländlichen Gegend ca. 15 km abseits der nächsten asphaltieren Straße. Es handelt sich um eine heute staatliche 9-years-basic-education, die keine Schulgebühren verlangt.

Insgesamt lernen ca. 1.527 SchülerInnen an dieser Schule, die sich aus einem Primarschulzweig und einer Sekundarschule zusammensetzt. Der Unterricht wird von 14 Lehrern geleitet.

Die Groupe Scolaire verfügt über 21 Klassenräume, wovon 12 in einem guten und 9 davon baufällig sind. Es gibt für die Schüler insgesamt 16 Latrinen, 8 für Mädchen und weitere 8 für Jungen. Jedoch befinden sich alle in einem schlechten Zustand. Des Weiteren verfügt die Schule über nur eine Brauchwasserzisterne, was ebenfalls für die hohe Anzahl der Schüler  unzureichend ist sowie über fließend Wasser, dank Anschluss an WASAC. Die Nutzung des durch WASAC zur Verfügung gestellten Wassers ist jedoch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Fließenden Strom gibt es jedoch nicht.

Für die über 1.300 SchülerInnen, die den Primarschulzweig besuchen reichen die                   vorhandenen Klassenräume nicht aus. Vor allem in den Jahrgangsstufen 1-3 bestehen Klassen teilweise aus 60 SchülerInnen. Durch die weiterhin steigenden Bevölkerungszahlen im Land, ist zudem mit zunehmenden Schülerzahlen zu rechnen. Die baufälligen Gebäude bieten darüber hinaus eine nicht ausreichende Lernatmosphäre.

2016: Bau von drei neuen Klassenräumen inkl. Ausstattung und Errichtung von zwei Regenwasserzisternen

Fördersumme: 36.147 Euro (gemeinsam mit der Katholischen Jugend Wissen)


Die Direktion der Groupe Scolaire Janja hatte bereits Ende 2014 im rheinland-pfälzischen    Koordinationsbüro in Kigali einen Antrag zum Bau von neuen Klassenräumen gestellt. Da die Schule selbst keine Partnerschule ist und in keinem verpartnerten Sektor liegt, wurde eine    Finanzierung zunächst abgelehnt. Aufgrund der Anfrage des Ruandahilfe Hachenburg e.V. nach einem förderungswürdigen Projekt in dieser Region, konnte nach Rücksprache mit allen Partnern sowie nach einem Ortbesuch im Februar 2015 der Förderantrag gestellt werden.
   
Neubau und Ausstattung von drei Klassen. Um eine Versorgung der Groupe Scolaire Janja mit Brauchwasser zu verbessern, wird eine Zisterne à 10 m³ am Klassenblock errichtet. Zusätzlich wird dadurch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt und Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten errichtet.

Ecole Secondaire de Save

Die Ecole Secondaire de Save befindet sich im Süden des Landes, im Distrikt Gisagara. Die Schule wird momenten von 1.158 Schülerinnen und Schülern besucht. Einige davon stammen aus sozialschwachen Familien.

Die Sekundarschule Save ist nach dem neuen System der 12-Jahre-Grunderziehung strukturiert. Bis 2014 hatte die Schule 14 Klassen, Latrinen, Wasserbehälter, ein Geschäft und zwei Büros. An der Schule gibt es 41 Lehrer und drei Personen, welche für die Direktion zuständig sind.

Das Programm der sogenannten „12-years-basic-education“ wurde 2003 verabschiedet, mit der Zielsetzung, dass alle Schüler die Möglichkeit haben sollen, eine Sekundarschulbildung zu erlangen. Die Schüler, die die Abschlussprüfung der sechsjährigen Grundschule nicht bestehen, können diese Schulform besuchen. Zudem werden jene Schüler aus einkommensschwachen Familien in diese Schulform integriert, deren Eltern das Schulgeld für die weit verbreiteten Internate nicht aufbringen können.

Dieser Schule steht einer erfolgreichen Zukunft nichts im Wege, da sie die Mindestanforderungen zur Entwicklung abdeckt. Des Weiteren hat diese Schule deit 2013 eine Partnerschaft mit der Fachoberschule Hachenburg die sie gemeinsam mit dem Ruandahilfe Hachenburg e.V. mit Spenden unterstützt. Save ist außerdem insofern privilegiert, als dass diese Schule von Lehrern und der Pfarrgemeinde aufgebaut wurde. Der Platz auf dem diese Schule konstruiert wurde, ist von der Pfarrgemeinde gestellt worden. 

2014: Anschaffung von Sport- und Schulmaterial, Schulbüchern, Labormaterial und Computer.
Fördersumme: 5.000 Euro (gemeinsam mit der Fachoberschule Hachenburg)


2016: Realisierung eines umfangreichen Ernährungsprojektes für eine nachhaltige und ausgewogene Ernährung der SchülerInnen.
Fördersumme: 12.611 Euro (gemeinsam mit der Katholischen Jugend Wissen)


Die Ausgangssituation

Seit der Gründung der Ecole Secondaire de Save hat sich die Anzahl der SchülerInnen zwar kontinuierlich gesteigert, dennoch sind die Schülerzahlen moderat, was der hohen Agglomeration von Schulen in der direkten Umgebung, sowie der mangelnden Versorgung mit Nahrung an der Schule geschuldet ist.
 
Der Distrikt Gisagara liegt bezüglich der Ernährungssituation im Mittelfeld des Landes; 15-28% der Haushalte weisen laut Bericht des World Food Programmes eine „unacceptable food consumption (poor and borderline)“ auf.

Prinzipiell besuchen jedoch oft jene Kinder die 12-years-basic-education-Schulen, die aus sozialschwachen Verhältnissen stammen, weshalb die Zahlen für die Haushalte mit unzureichendem Nahrungsmittelkonsum der SchülerInnen der Ecole Secondaire de Save als weitaus höher einzuschätzen sind.


Die Region um Save herum ist hauptsächlich dafür bekannt, dass sie von der katholischen Kirche aufgebaut worden ist, die dort zahlreiche Sekundar- und technische Schulen, sowie private Universitäten errichtete. Zum einen stellt dies eine Stärke für die Region dar, zum anderen ergibt sich dadurch die Problematik, dass mehr Nahrungsmittelkonsumenten als  -produzenten vorhanden sind. Viele Bauern haben nicht ausreichend Landbesitz, den sie bewirtschaften können, um sich und ihre Familien zufriedenstellend zu ernähren.  


Durch die Einführung der „12-year-basic-eduacation“ ist bezüglich der Ernährungssituation der Schüler ein zuvor nicht existentes Problem aufgetaucht. Die Sekundarschüler werden bis nachmittags unterrichtet, in der Regel essen sie jedoch während des gesamten Tages an der Schule nichts, da viele Familien nicht in der Lage sind, ein Mittagessen bzw. „Pausenbrot“ zur Verfügung zu stellen. Aufgrund dieser Problematik, welche zu Beginn der Einführung der „12-years-basic-education“ nicht bedacht wurde, startete im Sommer 2014 das sogenannte school feeding programme, welches den Schulen die Versorgung ihrer Schüler mit einer Mahlzeit am Tag auferlegt. An der Ecole Secondaire de Save müssen täglich 1.158 SchülerInnen ernährt werden.


Folge der mangelnden Ernährung sind schlechtere Noten aufgrund von Konzentrationsmangel. Gerade in den Nachmittagsstunden schlafen Schüler ein, da sie mit einem leeren Magen dem Unterricht nicht mehr folgen können. Um dieses Problem zu bewältigen, hat sich die Sekundarschule Save dafür entschieden, den Schülern zumindest Brei, die sogenannte bouille, bestehend aus Mais-, Sorghum-, Sojamehl und Zucker zu geben. Problematisch an diesem Brei sind zum einen die relativ kleine Menge die verabreicht wird und zum anderen die extrem einseitige Ernährung ohne Zugabe von   Nährwerten aus Gemüse, Obst oder Proteinen. Diese Ernährung fördert zudem Mangelerscheinungen, wie das sogenannte stunting, welches Wachstumsprobleme bei Kindern beschreibt.

Der Lösungsvorschlag
Um das Problem bewältigen zu können, hat die Schule nach einer nachhaltigen Lösung  gesucht, die wie folgt aussieht:

Auf den 5 ha Land, welche Schuleigentum und nicht bebaut sind, soll nun weitaus mehr Obst und Gemüse angebaut werden und auch Viehzuchten sollen in größerer Form stattfinden. Dafür möchte die Schule mit den Eltern der Schüler kollaborieren, um sie in die Verantwortung zu nehmen, ihre Kinder zu versorgen und die eigenen Kenntnisse über eine ausgewogene Ernährung weiterzutragen.
 
Um dieses Projekt effektiv umsetzen zu können, sollen 50 Eltern, als Beitrag zum Projekt, pro Tag die Felder bewirtschaften. Das erste Jahr und vor allem zum Anfang der Bewirtschaftungssaison sollen jene Eltern auf den Feldern arbeiten, die nicht in der Lage sind, die Schulgelder zu bezahlen. Dies soll ein Ausgleich zum nicht-bezahlten Schulgeld darstellen (diese Vorgehensweise ist dem school feeding programme der Regierung entnommen). Jedoch werden auch sie zu Beginn, angelehnt an das Gehalt eines Bauern, täglich bezahlt.
Nachdem Bewirtschaften und der Einpflanzung von Pflanzen sollen nur noch 20 Eltern täglich eingesetzt werden, um dies zu beaufsichtigen. Die Schule ist verantwortlich für die Organisation dieses Projektes durch Erstellung der Listen der Arbeitskräfte.

Basierend auf die für die Region typischen und ertragreichen Sorten sollen Kochbananen, Ananas, Bohnen, Mais, Soja und verschiedene weitere Gemüsesorten (Kohl, Karotten, Auberginen, Zwiebeln) angebaut werden. Um Erosion zu vermeiden wird zunächst der Boden bearbeitet, danach beginnt die Aussaat. Zu diesem Zwecke werden landwirtschaftliche Kleingeräte angeschafft. Der Großteil dieses Projektes wird von den Eltern der Schüler, unter der Leitung der Direktion Saves, ausgeführt werden.

Aktivitäten und Ziele

Die Aufgaben dieses Projektes sind hauptsächlich der Einkauf der Ausstattung, des Saatgutes und die Durchführung der agronomischen Arbeiten, wie das Anlegen von Gräben zum Erosionsschutz, die Feldarbeit, Einpflanzung, die Pflege und die Ernte.


Das nachhaltige Ziel des Projektes ist eine kontinuierliche Produktion nach der guten Bearbeitung der Anbauflächen. Durch die angebauten Produkte soll zum einen eine nahrhafte und ausreichende Ernährung für alle Schüler gewährleistet werden; weiterhin sollen Erträge aus dem Verkauf von überschüssiger Produktion (Ananas und Bananen werden großflächig angebaut) erzielt werden.


Die Eltern erhalten zudem ein Training zur ausgewogenen Ernährung und Schulungen im Anbau von Obst und Gemüse, was ihnen auch zuhause zu Gute kommt.


Primarschule Save B

Sekundarschule St. Philippe Neri

Die Sekundarschule St. Philippe Neri befindet sich im Sektor Ndora, im Distrikt Gisagara, ca. 12 km von der Stadt Huye entfernt. Die St. Philippe Neri wurde 1987 eröffnet und ist vom MINEDUC offiziell anerkannt. Die Zahl der Schüler schwankt zwischen 600 und 720. Sie werden von 24 Lehrern unterrichtet.

Die Schule startete als Einrichtung zur Ausbildung von Grundschullehrern unter dem Namen „College of St. Juvenal“. Nach 1994 wiedereröffnete die Schule mit dem neuen Namen „St. Philippe Neri“ und veränderte auch ihren Schwerpunkt. Seitdem orientiert sich das Fächerangebot im „Fortgeschrittenen Studium“ in Richtung Naturwissenschaften. Als außerschulische Aktivitäten bietet die Schule zudem Debatten, Quiz, Handwerkskunst und andere AGs an.

Die Schule hat zwei Stufen; die Erste nennt sich „Normalstufe“, bzw. „Allgemeine Studien“ (O’level) und dauert drei Jahre. In der zweiten Stufe, „Fortgeschrittenes Studium“ (A’levels) genannt, gibt es verschiedene Orientierungsmöglichkeiten: die Kombination aus Physik, Chemie und Mathematik (PCM) oder Mathematik, Chemie und Biologie (MBC).

Die St. Philippe Neri hat 17 Gebäudeeinheiten für Klassenräume, was jedoch für die große Anzahl an Schülern nicht ausreicht. Die Gebäude wurden 1987 gebaut und zu Beginn als Ausbildungsstätte für Jugendliche in verschiedenen handwerklichen Berufen genutzt. Die Räumlichkeiten wurden zur Einrichtung der Sekundarschule schließlich in Klassensäle und drei Labore für Physik, Chemie und Biologie umgebaut. Ein kleines Gebäude wurde zudem in ein Verwaltungsgebäude mit einer kleinen Bibliothek/Bücherlager, mit 9.783 Büchern für den Unterricht sowie einigen, wenigen Romanen und Zeitungen zum normalen Lesen, und 8 Büros umfunktioniert. Außerdem hat die Schule in einem der Gebäude eine Küche, einen Essensaal und zwei Schlafsäle eingerichtet, da sie ein Internat ist. Die St. Philippe Neri bietet unter anderem auch eine Art Computerlabor mit acht Computern, das den Schülern helfen soll sich IT-Kenntnisse anzueignen.

Von den insgesamt 21 Gebäuden der Schule, befindet sich ein Gebäude in eher schlechtem Zustand und drei Gebäude wurden aus Lehmziegeln gebaut. Alle anderen bestehen aus Ziegelsteinen. 

2016: Bau und Ausstattung einer Bibliothek im Rahmen des Büchereiprojektes „Qualitative Bildung für eine bessere Zukunft“.

Fördersumme: 37.936 Euro (gemeinsam mit der Katholischen Jugend Wissen)


Das Bildungsministerium hat begonnen an Schulen im ganzen Land Bücher zu verteilen, um die Lesekultur unter ruandischen Sekundarschülern zu fördern. Saint Philippe Neri besass bereits 9.783 Bücher verschiedener Kategorien, sowie CDs zu verschiedenen Schulfächern, die ebenfalls vom Ministerium zur Verfügung gestellt wurden. Die Schule hatte jedoch große Probleme alle Bücher in ihrem kleinen und unangemessenen Raum unterzubringen. Manche Bücher waren in den 16 Bücherregalen gestapelt; andere in Kartons, in Säcken und auf Tischen. Es gab keinen Platz, wo die Schüler lesen konnten. Sie waren gezwungen Bücher mit in die Klassenräume zu nehmen, um ihre Schularbeiten zu erledigen. Für den Bibliothekar war es eine große Herausforderung, ein bestimmtes Buch für einen Schüler zu finden. Es kostete ihn viel Zeit, Schüler und Lehrer zu bedienen. Außerdem gab es ebenfalls keine Möglichkeit, die vom Ministerium zur Verfügung gestellten CDs anzuhören. Aufgrund der engen und unübersichtlichen Bücherei gestaltete es sich zudem als äußerst schwierig den Überblick über die Ausleihe zu behalten. Um die Bücher zu reparieren, fehlte es der Bücherei ebenfalls an Platz. Eine weitere Herausforderung war die fehlende Buchkartei, da das Computerlabor nicht die Kapazitäten hatte, um neben dem normalen Betrieb, alle Bücher zu registrieren und zu verwalten.

Die finanziellen Mittel der Schule waren zu knapp, um den Schülern eine angemessene Bibliothek zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund dieser großen Hindernisse wollte die Schule das Büchereiprojekt umsetzen, in der Hoffnung einen Partner zu finden, der sie dabei unterstützt eine neue Bibliothek einzurichten.

Die neue Bibliothek verbessert die Qualität des Bücherlesens erheblich. Den Schülern wird dadurch ermöglicht sich eigenständig Wissen und Fähigkeiten anzueignen, die sie für ihr späteres Leben brauchen werden. Diese Wissenserweiterung wird außerdem bei der Gesamtentwicklung des Landes eine große Rolle spielen. Die Schule hat ebenfalls ihr Leitbild darauf ausgerichtet, einen kleinen Beitrag zur Entwicklung des Landes zu leisten. Aus Erfahrung weiß man, dass die Jugendlichen in Sekundarschulen hohe Leistungen erreichen können, wenn sie lernen kritisch zu lesen.

Um diese Vorstellungen umsetzen zu können, wurde ein Gebäude gebaut, das als gut organisierte Bücherei genutzt werden kann. Das Gebäude ist groß genug, um die 9.783    Bücher in dafür geeigneten Regalen unterzubringen, und hat ausreichend große Gänge, damit der Bibliothekar gut arbeiten kann. Die Bücherei bietet einem großen Raum für die Aufbewahrung der Bücher, inkl. Sitzgelegenheiten, einem Stillleseraum, einem Computerraum für Recherchen, sowie einen Raum mit Empfangstisch und einen kleinen Serverraum. Zusätzlich befinden sich Toielletten im Gebäude.

Die Bücherei ergänzt das akademische Angebot der Schule und bietet einen Ort zum Lesen in angenehmer Umgebung, sie hilft den Lehrern, ihren Unterricht zu verbessern und ermöglicht den Schülern Nachforschungen anzustellen und Schularbeiten während der Schulzeit und auch in den Ferien erledigen zu können.

Die Schule St. Philippe Neri fördert durch die Bibliothek die Lesekultur unter Schülern der Schule sowie unter den in der Umgebung der Schule lebenden Menschen und leistet einen Beitrag zur Alphabetisierung der Bevölkerung im Distrikt Gisagara.


Primarschule Cyamucuza

Berufsausbildungszentren

Vocation Training Center Gisagara

Das Vocational Training Center Gisagara befindet sich im Sektor Ndora, im Distrikt Gisagara, ca. 12 km von der Stadt Huye entfernt. Im Jahr 2006 gründete der Orden Les Soeur Auxiliatrices dort das Centre Eugenie SMET Gisagara.

Die Jugendlichen kommen oft aus sehr schwierigen Verhältnissen. Manche haben durch den Genozid einen oder beide Eltern verloren, andere Elternteile sitzen im Gefängnis. Manche der Jugendlichen müssen zuhause die Position des Familienoberhauptes übernehmen. Das Vocational Training Center hat deshalb das Anliegen, die soziale und ökonomische Situation der Jugendlichen zu verbessern und dabei die moralische Erziehung nicht außer Acht zu lassen.

Da viele Jugendliche nur die Primary School abschließen konnten, bietet das Zentrum neben den Fachspezialisierungen Tischler-, Maurer- und Schneiderhandwerk auch Fächer wie Englisch, Mathematik und Religion / Moral als Basiskurse an.

Im März 2013 unterzeichneten der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. und die ruandische Workforce Development Authority (WDA), zuständig für berufliche Bildung, ein Memorandum of Understanding (MoU). Ziel ist die Kooperation in diesem neuen Tätigkeitsfeld zu koordinieren und zu intensivieren. Der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. und WDA wählten gemeinsam 15 verpartnerte Vocational Training Center (VTC) aus, darunter auch das VTC Gisagara, auf dessen Förderung sich die rheinland-pfälzischen Partner vorerst konzentrieren. Das Koordinationsbüro Kigali initiierte infolge dessen eine Langzeitstrategie für die Entwicklung der ausgewählten VTC´s.  


VOCATION TRAINING CENTER KABUYE

Seniorenheime

Die Altenpflege ist in Ruanda weitgehend eine Familienangelegenheit. Dies bedeutet jedoch für ältere, alleinstehende Menschen eine weitest gehende Isolierung, ohne in ein soziales Auffangnetz, zum Beispiel die Familie, eingebunden zu sein. Sobald sie sich nicht mehr selbst versorgen können, geraten sie in existenzielle Schwierigkeiten und sind auf Hilfe angewiesen. Wir fördern Einrichtungen, in denen alte und kranke Menschen ein neues zuhause finden, durch bauliche Maßnahmen, die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen, Medikamente und Hilfsmittel. Wir legen nicht nur Wert auf eine gute Betreuung und medizinische Versorgung, sondern auch darauf, dass die Menschen einen angenehmen und würdigen Lebensabend erfahren.  


Homa Saint Joseph

Homa Saint Joseph

Test

Homa Saint Raphael

Ttest

Gesundheitszentren

Die Anstrengungen Ruandas zur Verbesserung des landesweiten Gesundheitssystems gelten als beispiellos für den gesamten afrikanischen Kontinent. Nahezu 100% der ruandischen Bevölkerung sind krankenversichert und haben somit Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversorgung. Für die bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung werden dezentrale Gesundheitszentren und Krankenstationen errichtet und ausgestattet. Regelmäßig sind in unserem Auftrag Ärzte vor Ort, die Untersuchungen und Operationen durchführen sowie Sprechstunden anbieten. Zusätzlich helfen wir durch die Aus- und Weiterbildung von Krankenschwestern, der Anschaffung eines Fahrzeuges für Krankentransporte, der Bereitstellung medizinischer Geräte und Medikamente, durch Workshops und einfache Labortests.


Gisagara Health Center

Gisagara Health Center

Das Vocational Training Center Gisagara befindet sich im Sektor Ndora, im Distrikt Gisagara, ca. 12 km von der Stadt Huye entfernt. Im Jahr 2006 gründete der Orden Les Soeur Auxiliatrices dort das Centre Eugenie SMET Gisagara.

Die Jugendlichen kommen oft aus sehr schwierigen Verhältnissen. Manche haben durch den Genozid einen oder beide Eltern verloren, andere Elternteile sitzen im Gefängnis. Manche der Jugendlichen müssen zuhause die Position des Familienoberhauptes übernehmen. Das Vocational Training Center hat deshalb das Anliegen, die soziale und ökonomische Situation der Jugendlichen zu verbessern und dabei die moralische Erziehung nicht außer Acht zu lassen.

Da viele Jugendliche nur die Primary School abschließen konnten, bietet das Zentrum neben den Fachspezialisierungen Tischler-, Maurer- und Schneiderhandwerk auch Fächer wie Englisch, Mathematik und Religion / Moral als Basiskurse an.

Im März 2013 unterzeichneten der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. und die ruandische Workforce Development Authority (WDA), zuständig für berufliche Bildung, ein Memorandum of Understanding (MoU). Ziel ist die Kooperation in diesem neuen Tätigkeitsfeld zu koordinieren und zu intensivieren. Der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. und WDA wählten gemeinsam 15 verpartnerte Vocational Training Center (VTC) aus, darunter auch das VTC Gisagara, auf dessen Förderung sich die rheinland-pfälzischen Partner vorerst konzentrieren. Das Koordinationsbüro Kigali initiierte infolge dessen eine Langzeitstrategie für die Entwicklung der ausgewählten VTC´s.

KabGayi Eye Unit

Auf der Reise des Vereins im Okober 2010 hat unser Vereinsmitglied Klaus Sperling den leitenden Augenarzt der Augenabteilung des Krankenhauses Kabgayi, Dr. Piet Noe, kennengelernt. Sein Wunsch war es, der Augenabteilung eine Optikerwerkstatt anzugliedern. Klaus Sperling erklärte sich bereit ihm dabei zu helfen. Sofort begann er mit Hilfe der optischen Industrie nach guten gebrauchten Maschinen zu suchen. Ebenso sprach er befreundete Augenoptiker an. Einige gebrauchte Maschinen erhielt Klaus Sperling von befreundeten Kollegen ohne Berechnung. Andere Maschinen hat er, wie die Transportkosten, selbst finanziert. Die Firma ”Brillen im Paket GmbH” spendete die Brillenfassungen.

Im Frühjahr 2011 waren die wichtigsten Maschinen zusammengetragen. Jetzt begann das lange Warten auf eine Einfuhrgenehmigung. Zunächst wurde versucht die Maschinen über die Christoffel-Blindenmission nach Ruanda zu transportieren. Da sich bis zu seinem nächsten Aufenthalt in Ruanda im Juli 2011 immer noch nichts getan hatte, hat Klaus Sperling sein Anliegen mit dem damaligen Leiter des Koordinationsbüros in Kigali besprochen. Uwe Mayer versprach zu helfen. Die Ausstattung für die Optikerwerkstatt ging dann endlich am 12. November 2011 vom Flughafen Frankfurt per Luftfracht auf die Reise nach Kigali, der Hauptstadt Ruandas.

Nach einer langen Reise trafen die Geräte und Werkzeuge in der Eye Unit Kabgayi bei Dr. Piet Noe ein. Im Oktober 2012 war Klaus Sperling erneut vor Ort und hat alle Maschinen zusammen mit zwei ruandischen Optikern und dem Techniker des Krankenhauses auf ihre Funktion überprüft. Alle Geräte hatten den langen Transport von Deutschland nach Ruanda gut überstanden. Sie wurden von einem befreundeten Optiker aus Kigali aufgebaut. Er half auch bei der Ausbildung der Mitarbeiter für die Augenoptikerwerkstatt. Die Maschinen konnten jedoch noch nicht am endgültigen Standort aufbauen werden, da das Gebäude erst im Dezember 2012 bezugsfertig sein sollte.

Im April 2013 konnten der Krankenhaustechniker und die einheimischen Optiker die Werkstatt dann an ihrem endgültigen Bestimmungsort aufbauen. Dazu kam dann noch ein kleiner Laden. Alle Möbel wurden von ruandischen Handwerkern gebaut.

Wir unterstützen die weitere Entwicklung der Optikerwerkstatt und bringen auf unseren Reisen immer wieder neue Werkzeuge benötigte Ersatzteile für Brillen mit. 

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