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Herzlich
Willkommen auf den Seiten des Vereins
Hilfe für Ruanda aus Hachenburg e.V.
Wir
freuen uns über Ihren Besuch und Interesse und möchten
Ihnen auf diesem Weg unsere Intentionen, Wünsche und
den Sinn und Zweck unserer Arbeit näher bringen.
Weihnachtsmarkt Hachenburg 8.12.-11.12.2011

: : Bericht in der Westerwälder Zeitung vom 18.10.2011 : :
Familienplanung in Ruanda
Ruanda ist mit über 10 Mio. Einwohnern das pro qkm am dichtesten besiedelte Land in Afrika. Damit die Bevölkerungsexplosion abgebremst wird, setzt die Regierung auf Familienplanung. Langfristig
will Sie die 3-Kindfamilie erreichen. Besonders auf dem Land ist sie aber
von diesem Ziel noch weit entfernt.
Der Verein „Hilfe für Ruanda aus Hachenburg e.V.“ hat daher während
der Ruandareise im Oktober 2010 zusätzlich zur Familienplanungskooperative Gisagara/Hachenburg (jetzt 1.800 Mitglieder), weitere Kooperativen mit den Sektoren Mugomba, Tumba und Muganza sowie der Schule Cyamuguza (12 Lehrer), alle im Großraum Butare gegründet. In diesen Sektoren waren bei unseren Familienplanungsworkshops jeweils zwischen 300 u. 500 Pers., vorwiegend Frauen anwesend, die dann den Familienplanungsgedanken in die Bevölkerung weitertragen sollen. Besonderen Wert haben wir diesmal auf Verhütungsmittel gelegt, die relativ preiswert sind und welche die Frauen nur bei Bedarf selbst ohne Wissen der Männer anwenden, wie z.B. die natürliche Verhütung mit der Babykette von Frau Dr. M. Hengstberger aus Wien, die chem. Verhütung, z.B. mit Patentex oval, und die Portiokappe Lea-Contrazeptivum, diese mit Fragebögen zur Akzeptanz versehen
(vgl. Abb. 1,2 u. 3).
Unterstützt wurden wir bei den Workshops durch Nicolette, eine ruandische Familienberaterin in ihrer unnachahmlichen Art die Frauen auf den Workshops motiviert und zu Fragen angeregt hat. Nicolette arbeitet im Familienplanungszentrum Marembo Remera in der Hauptstadt Kigali und wird weitere Workshops in unseren Kooperativen im Sinne einer Vernetzung anbieten, um die Nachhaltigkeit zu sichern.
Wie auch schon im Oktober 2008 (vgl. Artikel: „Familienplanungsworkshop in Ruanda“ im Ärzteblatt Rheinland-Pfalz (Ausg. 3/2009, Seite 18 u. 19), erhielten wir von den Fragebögen über Verhütung, speziell auch die Pille, diesmal 60, und den Fragebögen mit Multiple-Choice-Fragen diesmal 116 Bögen beantwortet zurück.
Dabei fällt auf, daß von den 60 Antwortbögen 30 Frauen glauben, daß Familienplanung gegen Armut hilft und 11 Frauen dadurch ihren Kindern eine bessere Schulbildung ermöglichen können. Außerdem kennen die Frauen das Kondom (13 x), die Babykette (14 x), die 3-Monatsspritze (10 x), das Hormonstäbchen (7 x) und die Pille (6 x). Aber 26 Frauen wünschen hierzu eine individuelle, möglichst ärztliche Beratung. Zum Beispiel beklagen 20 Frauen bei der Pille die Notwendigkeit der regelmäßigen Einnahme und 13 Frauen Brennen bzw. Juckreiz in der Scheide. Insgesamt scheint die natürliche Familienplanung mit der Babykette, die auch von der Kirche erlaubt ist, zusammen mit mechanischer Verhütung (z.B. mit dem kostenlos erhältlichen Kondom oder der Portiokappe) an den „gefährlichen Tagen“ das bevorzugte Verhütungsmittel zu sein.
Aber auch einzelne Fragen waren interessant: „Wann soll ich nach der Entbindung mit der Verhütung anfangen und warum kann ich in der Stillzeit schwanger werden? Warum bekomme ich bei den Hormonpraeparaten öfter keine Periode und wie kann ich dann wissen, wann ich in der Menopause bin?“ Wir haben uns am Ende der Workshops daher in eine Ecke zurückgezogen, um bei einzelnen Frauen eine persönliche Beratung durchzuführen oder sie auch ggf. in unsere Sprechstunde im Gesundheitszentrum Gisagara einzubestellen.
Bei den 116 abgegebenen Bögen mit Multiple-Choise-Fragen fiel auf, daß
85 Frauen nicht wußten, daß der Eisprung in der Mitte des Zyklus und
67 Frauen nicht, daß die Befruchtung im Eileiter erfolgt, 88 Frauen das Kondom statt der Pille als sicherstes Verhütungsmittel angaben, 47 Frauen glaubten, daß man nur am Tag des Eisprungs verhüten muß und 32 Frauen der Meinung waren, daß eine Schwangerschaft nicht vor dem Alter von 15 bzw. 18 Jahren eintreten kann. Es besteht also ein großer Aufklärungsbedarf. Tatsächlich wird das Interesse an Aufklärung bei den Frauen und auch bei den hierfür zuständigen Exekutivsekretären immer größer, wie wir dies an der ständig zunehmenden Zahl begeisterter Teilnehmerinnen sehen konnten.
Wir werden unsere Kooperativen finanziell und durch Lieferung von Verhütungsmitteln, die es nicht in Ruanda gibt, unterstützen und suchen noch einen Gynäkologen/Gynäkologin, der/die uns ca. 2 Wochen lang im Oktober 2012 bei einem Workshop und/oder in den gyn. Sprechstunden unterstützen kann.
Laßt uns hoffen, daß die ruandische Regierung die Bevölkerungsexplosion eindämmen kann und dieses wunderschöne Land mit seinen liebenswerten Menschen ein friedliches Land im Herzen von Afrika bleibt.
Dr. Henning Bläsig Verein: „Hilfe für Ruanda aus Hachenburg e.V.“
e-Mail-Adresse: henning.blaesig@gmx.de
Bankverbindung:
Kreissparkasse, Konto-Nr. 1121151, BLZ 57051001
Westerwald Bank, Konto-Nr. 38 224 00, BLZ 57391800
K.D. Schmutzler, Birgit Krumm, Klaus Sperling, alle aus 57627 Hachenburg
Bitte
sprechen Sie uns an.
1. Vorsitzender
Dr. Henning Bläsig
Leipziger Straße 18
57627 Hachenburg
Tel.: 0 26 62 - 64 55
2.Vorsitzender
Bernd H. Gfrörer
Auf dem Taubhaus 16
57627 Hachenburg
Tel.: 0 26 62 - 93 98 90 |
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