Was wir machen

Die Partnerschaft zwischen dem Ruandahilfe Hachenburg e.V. und Ruanda besteht seit dem Jahr 2005. Unsere Graswurzelpartnerschaft beruht auf der Begegnung mit gegenseitigem Respekt und Achtung und will über eine reine Entwicklungszusammenarbeit hinaus zu einer Partnerschaft im alltäglichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben werden. Sie genießt in der ruandischen Bevölkerung einen hervorragenden Ruf und ist auch in unserer Region tief verwurzelt.

Wir und die Menschen in Ruanda begegnen uns auf Augenhöhe, tauschen uns aus und entwickeln gemeinsam Projekte.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen in folgenden Bereichen: 

Viele Benachteiligte haben in Ruanda aus ökonomischen, kulturellen oder anderen Gründen keinen Zugang zu den Bildungseinrichtungen ihres Landes. Frauen und Mädchen bleiben besonders häufig Analphabeten. Zur Verbesserung der

Schulausbildung werden in unseren Partnerdistrikten Schulen gebaut und ausgestattet; ältere Schulen werden renoviert, um den Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Für die bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung werden dezentrale Gesundheitszentren und Krankenstationen errichtet und ausgestattet. Regelmäßig sind in unserem Auftrag Ärzte vor Ort, die Untersuchungen und Operationen durchführen

sowie Sprechstunden anbieten. Zusätzlich helfen wir durch die Aus- und Weiterbildung von Krankenschwestern, der Anschaffung eines Fahrzeuges für Krankentransporte, der Bereitstellung medizinischer Geräte und Medikamente, durch Workshops über Neugeborenenreanimation und einfache Labortests.

Um die dringend notwendigen beruflichen Alternativen zur Landwirtschaft zu schaffen, werden Berufsbildungsprojekte unterstützt. Es werden junge Handwerker ausgebildet, Berufsschulen und Ausbildungszentren gebaut und ausgestattet sowie die Lehrkräfte aus- und fortgebildet. Ausserdem wird die Vermarktung von Produkten gefördert.

Kleine Kooperativen, die den Frauen ein zusätzliches Einkommen ermöglichen, werden durch  Ausstattung  und  Fortbildung  der Mitglieder  gefördert.  Die  Arbeit  von Frauenrechtsorganisationen, die ruandischen Frauen rechtlichen Beistand leisten bzw. sie über geltende Rechte aufklären, wird unterstützt.

Den Straßenkindern, die vom Betteln und Stehlen leben, wird durch schulische und berufliche Ausbildung die Möglichkeit gegeben, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Für bedürftige Menschen, Waisenkinder, Witwen, alte Menschen und Behinderte wird humanitäre Hilfe geleistet. In Kooperativen schaffen wir Arbeitsplätze, die es den Menschen ermöglichen, durch ein Einkommen, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Werden Sie aktiv im Kampf gegen Armut!

Eine verlässliche und transparente Verwendung der Mittel ist die Grundlage für das Vertrauen unserer Spender und Förderer in die Arbeit unseres Vereins. Wir arbeiten daher in Ruanda ausschließlich mit uns persönlich bekannten und verlässlichen Partnern zusammen. Unsere Partner in Ruanda sind zum Beispiel Les Soeur Auxiliatrices und die katholische Schwesterngemeinschaft Abizeramariya, mit denen wir schon seit vielen Jahren vertrauensvoll zahlreiche Projekte realisiert haben sowie das Koordinationsbüro in Kigali. Jedes Projekt basiert auf dem Grundgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ und hat eine Vertrauensperson vor Ort. Wir legen bei der Förderung großen Wert auf die Wirkung und Nachhaltigkeit der Projekte.

Zur Unterstützung und Begleitung der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda wurde 1985 in Kigali vom Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. ein eigenes Koordinationsbüro eingerichtet. Das Koordinationsbüro betreut vor Ort den überwiegenden Teil unserer Projekte, die wir im Rahmen der Partnerschaft durchführen. Zu den zentralen Aufgaben zählen dabei die Beratung der ruandischen Partner in der Antragstellung, die Begleitung der Projektabwicklung, die Kontrolle und Abrechnung der von uns eingesetzten Spendenmittel. Das Koordinationsbüro stellt uns seine Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung.

Es gilt der Grundsatz: Nicht wir wissen was für Ruanda gut ist, sondern die Ruander selbst.


  1. Der ruandische Partner unterbreitet dem Koordinationsbüro in Kigali einen Projektvorschlag, der eine kurze Projektbeschreibung und eine erste Kostenrechnung umfasst.
  2. Die Anfrage wird von den Mitarbeitern des Büros nach Sinnhaftigkeit, Umsetzbarkeit und Übereinstimmung mit den ruandischen Bestimmungen, sowie Wirkung und Nachhaltigkeit überprüft.
  3. Ist das Büro von dem Projektantrag überzeugt, verfasst es einen offiziellen Förderantrag für uns mit einer überprüften Kostenkalkulation.
  4. Stimmen wir dem Antrag zu, geben wir grünes Licht zur Durchführung und stellen die finanziellen Mittel zur Verfügung.
  5. Mit dem Erhalt der Erlaubnisermächtigung, informiert das Koordinationsbüro in Kigali den ruandischen Partner.
  6. Mit dem ruandischen Partner wird ein Vertrag mit einer Zeitplanung zur Umsetzung des Projektes vereinbart.
  7. Das Koordinationsbüro begleitet die Umsetzung des Projektes und verfasst Zwischenberichte. Die Gelder werden nach vereinbarten Teilbeträgen ausbezahlt.
  8. Nach Beendigung des Projektes verfasst das Büro in Kigali einen Abschlussbericht und erstellt eine Foto-Dokumentation.
  9. Nach Prüfung der Unterlagen erhalten wir die vollständige Projektdokumentation inkl. aller Fotos und Belege.
  10. Wir pflegen weiterhin den Kontakt zu den Ansprechpartnern in den Projekten und erhalten regelmäßig Informationen über die weitere Entwicklung.

In einzelnen Ausnahmefällen wickeln wir Projekte auch direkt selbst mit unseren ruandischen Partnern ab, soweit wir diese persönlich kennen und von der Zuverlässigkeit überzeugt sind. Selbstverständlich erhalten wir auch in diesen Fällen entsprechende Dokumentationen und die entsprechenden Belege.

Alle Projekte werden durch die Jahresbeiträge unserer Mitglieder und die Spenden vieler Unterstützer finanziert. Einzelne Projekte realisieren wir im Rahmen der Länderpartnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda auch mit finanzieller Unterstützung durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz.

Uns ist es wichtig, die geförderten Projekte auch vor Ort persönlich zu besuchen und uns persönlich von den Fortschritten zu überzeugen. Unsere Reisen nutzen wir auch, um weitere förderungswürdige Projekte anzuschauen und den Kontakt zu den Menschen zu pflegen. Die anfallenden Reisekosten werden von den Teilnehmern privat finanziert. Es werden keine Spendengelder für Reisekosten verwendet!